In der letzten Stadtratssitzung wurde die Sinnhaftigkeit bzw. Treffsicherheit der gültigen Richtlinie zur Begabtenförderung von der SPÖ zur Diskussion gestellt. „Das Problem an der derzeitigen Praxis ist, dass den Eltern von besonders begabten Schülerinnen und Schülern ohne Berücksichtigung des Einkommens der Musikschulbeitrags erlassen wird. Durch die Anwendung dieses Gießkannenprinzips kommt es so einerseits zu einer sozialen Schieflage, andererseits kann dadurch nicht sichergestellt werden, dass die Eltern die eingesparten Musikschulbeiträge auch wirklich zur Förderung ihrer Kinder verwenden“, so Kulturstadtrat Mag (FH). Paul Werdenich.
„Sinnvoller wäre es daher von einer Schulgeldermäßigung künftig abzusehen und die Schülerinnen und Schüler in Zukunft individuell zu fördern. Anzudenken wären hier zusätzliche Förderstunden oder Unterstützungsbeiträge beim Ankauf von Musikinstrumenten. Die soziale Treffsicherheit wäre dadurch nicht in Gefahr, da ja die bestehenden Sozialtarife nicht betroffen sind“, schlägt Vizebürgermeister Andreas Holzmann vor.
Der Antrag der SPÖ, die Förderrichtlinien dementsprechend zu überarbeiten wurde schließlich im Stadtrat einstimmig angenommen. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Überarbeitung gemeinsam mit dem Elternverein der Musikschule und dem Lehrpersonal geschieht. Wir sind davon überzeugt, dass die Begabtenförderung dadurch noch sinnvoller umgesetzt werden kann“, so Vizebürgermeister Andreas Holzmann und Kulturstadtrat Mag (FH). Paul Werdenich abschließend.